Den Kommunen kommt als lokale und bürgernahe Handlungsebene sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels eine bedeutende Rolle zu. Neben der konsequenten Verminderung von Treibhausgasemissionen durch Maßnahmen zur Energieeinsparung, zur Energieeffizienz und zum Einsatz von erneuerbaren Energien müssen sie auch nach Lösungen suchen, wie sie mit steigenden Temperaturen, geänderten Niederschlägen und zunehmenden Wetterextremen wie Stürmen, Hochwasser und Hitzeperioden zukünftig umgehen können.
Viele Kommunen in Deutschland und insbesondere auch in Nordrhein-Westfalen haben das Thema „Klimawandel“ bereits auf ihrer Agenda und belegen mit zahlreichen guten Beispielen ihr Engagement für einzelne Klimaschutzprojekte. Einzelmaßnahmen allein reichen jedoch nicht aus, um dem Klimawandel erfolgreich und nachhaltig zu begegnen. Deshalb ist es wichtig, dass jede Kommune – zugeschnitten auf ihre spezielle Situation – ein umfassendes Handlungskonzept erarbeitet. Konzepte, die sowohl Klimaschutz- als auch Klimaanpassungsmaßnahmen einbeziehen und diese mit anderen kommunalen Handlungsfeldern verknüpfen. [Quelle: Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz]
Die Stadt Rheine gab im Jahr 2008 ihre Bewerbung zur NRW-Klimakommune fristgerecht ab. Das Konzept wurde von der Jury aus Fachleuten und Wissenschaftler als eine der 5 besten bewertet. Daraufhin bekam die Stadt Rheine die Aufgabe ein Integriertes Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept (IKKK) zu erstellen und ihre Ideen und Maßnahmen darzustellen, die mit der Siegprämie umgesetzt werden sollen.
Im Frühjahr 2009 wurden durch die Jury die 5 Siegerkommunen begutachtet und die Konzepte geprüft. Die Stadt Rheine erhielt mit ihrem Konzept die gewünschten Siegprämie (Fördermittel) in Höhe von 3,3 Mio leider nicht. Alle 5 Kommunen der zweiten Phase lagen sehr eng beisammen, so dass nicht eine Kommune allein die Prämie bekam, sondern der erste Platz nochmals geteilt wurde. Die Stadt Rheine geht jedoch nicht leer aus, sondern erhält eine geringere Förderung für spezielle Einzelprojekte. In diesem Zusammenhang fand am Montag, den 24.08.2009 eine Auftaktveranstaltung in Dortmund statt, wo die 3 Zweitplazierten ihre Konzepte präsentierten. In den folgenden Monaten werden mehrere Workshops in Rheine stattfinden um die Maßhnahmen zu bestimmen die verwirklicht werden sollen. Informationen zu den Aktionen erhalten Sie in Kürze.
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